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Die Systematisierung der Pflege bei potentiellen Hornhautspendern: eine integrative Literaturübersicht

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CONTEÚDO

ÜBERSICHTSARTIKEL

CRUZ NETO, Manoel Samuel [1], NEGRÃO, Renata de Jesus da Silva [2], RAMALHO, Jully Grace Freitas de Paula [3], CORDOVIL, Darciane Coelho [4], PANZETTI, Tatiana Menezes Noronha [5], FECURY, Amanda Alves [6], DENDASCK, Carla Viana [7], DIAS, Cláudio Alberto Gellis de Mattos [8], MOREIRA, Elisângela Claudia de Medeiros [9], SOUZA, Keulle Oliveira da [10], SILVA, Gleicy Trindade [11], CUNHA, Glenda Fonseca [12], PINHEIRO, Shirlei Sueli Frias dos Santos [13], OLIVEIRA, Euzébio de [14]

CRUZ NETO, Manoel Samuel. et al. Die Systematisierung der Pflege bei potentiellen Hornhautspendern: eine integrative Literaturübersicht. Revista Científica Multidisciplinar Núcleo do Conhecimento. Jahrgang 07, Ausgabe 03, Band 04, S. 101-113. März 2022. ISSN: 2448-0959, Zugangslink: https://www.nucleodoconhecimento.com.br/gesundheit/hornhautspendern, DOI: 10.32749/nucleodoconhecimento.com.br/gesundheit/hornhautspendern

ZUSAMMENFASSUNG

Einleitung: Die Hornhauttransplantation ist eine Operation, bei der ein krankes Stück der Hornhaut eines Patienten durch eine gesunde Hornhaut ersetzt wird, um das Sehvermögen zu verbessern oder Augenperforationen zu korrigieren. Mit dem Fortschritt von Studien, Wiederbelebungstechniken und lebensunterstützenden Maßnahmen wurde die Gehirnaktivität zum Kriterium für Leben und Tod des Individuums, wodurch der Tod an neurologische Kriterien gebunden wurde. Die Pflege von Patienten mit Hirntod, potentiellen Hornhautspendern, ist eine komplexe Tätigkeit, die von einem multiprofessionellen Team in einer Intensivstation für Erwachsene durchgeführt wird. Durch die Systematisierung der Pflege im Arbeitsumfeld stellt die Pflegekraft sicher, dass die Pflegequalität dauerhaft erhalten bleibt. Ziel: Anwendung der Systematisierung der Pflege gemäß der NANDA-Taxonomie bei Patienten mit Hirntod zur Erhaltung der Hornhaut dieses potentiellen Spenders. Methode: Es handelt sich um eine Integrative Literaturübersicht. Die Datenerhebung erfolgte in drei Phasen: Überprüfung der Schlüsselwörter, Gewinnung der Stichprobe und Synthese der Daten. Ergebnisse und Diskussion: 12 Artikel trugen positiv zur Forschung bei und präsentierten Themen wie: Verlust des potentiellen Spenders aufgrund mangelnder Pflege und Notwendigkeit der Systematisierung der Pflege; Strategien zur frühzeitigen Diagnose von Hirntod und die Bedeutung eines unterstützenden Komitees. Nach der Lektüre und Identifizierung ergaben sich in der Forschung Kategorien, die die Bedingungen für die Organspende und das Gewebespenden zufriedenstellend aufzeigten. Schlussfolgerung: Es konnte festgestellt werden, dass in der Intensivstation Protokolle zur Systematisierung der Pflege fehlen, was zu einem Rückgang der Hornhauttransplantationen führte, bedingt durch das Fehlen frühzeitiger Strategien zur Diagnose von Hirntod.

Schlüsselwörter: Hirntod, Krankenhauspflege, Hornhaut, Organ- und Gewebespende.

1. EINLEITUNG

Die Organ- und Gewebetransplantation ist ein Prozess, der mit der Spende eines Teils des menschlichen Körpers beginnt und eine sichere und wirksame therapeutische Alternative zur Behandlung verschiedener Krankheiten darstellt, die zu Insuffizienz oder Versagen bestimmter Organe oder Gewebe führen. Dies führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität und kann die Überlebensrate der Patienten erhöhen, die das transplantierte Organ erhalten. Um die Transplantation zu starten, muss der gesamte Prozess geklärt sein, insbesondere zwischen den Gesundheitsfachkräften und der Familie des Patienten, da die Transplantation ohne familiäre Zustimmung abgebrochen werden kann (LIMA; BATISTA; BARBOSA, 2013).

Mit dem Fortschritt von Studien, Wiederbelebungstechniken und lebensunterstützenden Maßnahmen wurde die Gehirnaktivität zum Kriterium für Leben und Tod des Individuums, wodurch der Tod an neurologische Kriterien gebunden wurde, und entwickelte sich zu dem, was wir heute als Hirntod (ME) kennen (GUETTI; MARQUES, 2008).

Im Jahr 1991 wurde die Diagnose des Hirntods durch den Bundesärztekammer (CFM) geregelt, die ihn als irreversible Situation aller respiratorischen und zirkulatorischen Funktionen oder als vollständigen Ausfall aller Gehirnfunktionen, einschließlich des Hirnstamms, definierte (CAVALCANTE; et al., 2014).

Die Rolle der Pflegekraft besteht darin, die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters des Patienten durch eine Aufklärung und Einwilligungserklärung (TCLE) einzuholen, das Recht zu gewährleisten, die Organspende mit der Familie zu diskutieren und sicherzustellen, dass der Spendeprozess jederzeit abgebrochen werden kann. Es ist auch notwendig, den Empfängern der Hornhäute Pflege zu leisten und die Systematisierung der Pflege (SAE) in den prä- und postoperativen Phasen der Organspende anzuwenden. In diesem Zusammenhang ist die Rolle der Pflegekraft von großer Bedeutung, da sie an allen Prozessen der Hornhautspende beteiligt ist, von der Kontaktaufnahme mit der Familie bis zur Pflege des entnommenen Gewebes.

Wenn es um die Systematisierung der Pflege bei potentiellen Hornhautspendern geht, ist die Bedeutung der Pflegekraft unabdingbar, da sie den gesamten Prozess begleitet, von der familiären Einwilligung bis zur Erhaltung des entnommenen Gewebes. Die Entnahme der Hornhaut ist ein komplexes Verfahren für beide Seiten (Spender und Empfänger). Es gibt qualifizierende Bedingungen für die Transplantation, und die Pflegekraft ist die qualifizierte Fachkraft, um diesen gerecht zu werden. Es wird beobachtet, dass trotz des technologischen Fortschritts im Krankenhaus dieser die Systematisierung der Pflege und ihre Bedeutung für die Konsolidierung der entsprechenden Schritte nicht ersetzt. Es ist unerlässlich, dass Pflegefachkräfte sich ständig weiterbilden, um sich die notwendigen Fähigkeiten für die Handhabung der Hornhaut anzueignen (FACESA, 2019).

Die Hornhauttransplantation ist das erfolgreichste Verfahren unter den Transplantationen und wird derzeit am häufigsten durchgeführt, trotz der Widerstände der Familienangehörigen des Patienten bei der Freigabe der Transplantation. Der Prozess der Hornhautspende erfolgt durch die Identifikation des potentiellen Spenders mittels Benachrichtigung und durch aktive Suche. Jeder verstorbene Patient im Alter von 2 bis 80 Jahren gilt als potentieller Spender (NOGUEIRA, 2019).

Im Krankenhausumfeld werden die Intensivstationen (ITS) von den Angehörigen der Patienten als besorgniserregender Bereich wahrgenommen, ein Ort mit hoher Technologie, an dem die Patienten intensiv betreut werden müssen. Diese Besorgnis wirkt sich negativ auf das Verständnis für die Bedeutung der Organspende von einem Patienten auf den anderen aus. Der Fachmann muss den Angehörigen diese Notwendigkeit erläutern, dass ihr Angehöriger andere Leben retten könnte, und dabei klar und überzeugend sein, damit die Familie, obwohl sie die Trauerphasen durchlebt, zum Prozess der Organspende beitragen kann, sowie eine angemessene Pflege unter Verwendung der Pflegediagnosen der NANDA-Taxonomie gewährleisten (CAVALCANTE; et al., 2014).

Ziel dieser Studie war es daher, eine Analyse der wissenschaftlichen Literatur über die Anwendung der Systematisierung der Pflege gemäß der NANDA-Taxonomie bei Patienten mit Hirntod zur Erhaltung der Hornhaut dieses potentiellen Spenders vorzulegen sowie die wichtigsten Pflegeinterventionen zu überprüfen, die bei der Betreuung von Hornhautspendern angewendet werden.

2. METHODE

Es handelt sich um eine Integrative Literaturübersicht (RIL). Für die Erstellung der Forschung wurden folgende Einschlusskriterien festgelegt: kostenlose Artikel, Dissertationen und Abschlussarbeiten, die in Portugiesisch, Englisch und Spanisch veröffentlicht wurden und in voller Länge in den Datenbanken der Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior (CAPES), der Scientific Electronic Library (SCIELO), PUBMED und der Virtuellen Gesundheitsbibliothek (BVS Brasil) verfügbar sind, die das spezifische Thema behandeln und zwischen 2014 und April 2020 veröffentlicht wurden.

Für das Datenverfahrensverfahren wurde ein halbstrukturiertes Instrument erstellt, das Folgendes enthält: Titel, Fachgebiet der Zeitschrift, Veröffentlichungsjahr, Ziel der Studie, Pflegediagnose und Domäne in der NANDA-Taxonomie (ANHANG A). Mittels dieses Instruments wurde eine explorative und selektive Suche nach Artikeln und Dissertationen durchgeführt.

Der Prozess der Suche nach literarischen Werken erfolgte in folgenden Phasen:

PHASE 1: Überprüfung der Schlüsselwörter

Verwendung von Schlüsselwörtern, die sich auf das Forschungsthema in den Deskriptoren in Gesundheitswissenschaften (DeCS) beziehen: Cornea, Hospital Care, Brain Death, Tissue, Organ, Procurement.

PHASE 2: Gewinnung der Stichprobe

Die Suche wurde unter Verwendung der Booleschen Operatoren „AND“ und „OR“ durchgeführt, um die größtmögliche Anzahl verfügbarer Artikel zum Thema in den Datenbanken zu erreichen, wie in Tabelle 01 und Phase 03 dargestellt.

PHASE 3: Datensynthese

Die erste Auswahl der Artikel und Dissertationen erfolgte durch Lesen der Titel, um den Bezug zum Thema der Arbeit zu prüfen. Dabei wurden 12 Artikel als positives Suchergebnis zusammengefasst. Die zweite Auswahl erfolgte durch Lesen der Zusammenfassungen und Vergleich mit den Zielen der Arbeit und der leitenden Forschungsfrage.

Die Methode zur Datenanalyse basiert auf der Theorie von Bardin, die drei Hauptphasen umfasst: Voranalyse, Materialexploration und Ergebnisaufbereitung, Inferenz und Interpretation (BARDIN, 2016).

3. ERGEBNISSE

Die Ergebnisse dieser Phase sind in Tabelle 1 und Tabelle 2 dargestellt:

Tabelle 1: Veröffentlichungen, die im Zeitraum von 2014 bis 2020 verfügbar sind, gemäß den Deskriptoren und den Datenbanken

(DECS) Datenbanken Brain Death
OR
Tissue AND Organ Procurement
Brain Death
AND
Cornea
Brain Death
AND
Hospital Care
Cornea
OR Tissue Organ Procurement
TOTAL
SCIELO 02 01 01 01 05
BVS BRASIL 01 01 0 0 02
PUBMED 07 02 0 0 09
CAPES 0 01 03 13 17
GESAMT 10 05 04 14 33

Quelle: Eigene Autorenschaft, 2021.

Auf diese Weise wurden zunächst 33 Arbeiten als Analyseobjekte herangezogen, gefolgt von der Lektüre der Titel und Zusammenfassungen.

In der zweiten Tabelle sind die 12 Artikel aufgeführt, die thematisch mit dem Forschungsgegenstand übereinstimmen und durch die Lektüre der Titel und Zusammenfassungen identifiziert wurden. Diese wurden aus den in den Datenbanken gefundenen Deskriptoren gruppiert.

Tabelle 02: Veröffentlichungen, die im Zeitraum von 2014 bis 2020 verfügbar sind

Datenbanken Kombination der Deskriptoren Ergebnis der Auswahl Zweites Ergebnis der Auswahl Verwendet
SCIELO Brain death
OR tissue organ procurement.
Brain death AND cornea.
Hospital care AND cornea.
Cornea OR
Tissue organ procurement.
6.893 05 02
BVS BRASIL Brain death
ORtissueorganprocurement.
Brain death AND cornea.
Hospital care AND cornea.
Cornea OR
Tissueorganprocurement.
23.566 02 02
PUBMED Brain death
OR tissue organ procurement.
Brain death AND cornea.
Hospital care AND cornea.
Cornea OR
Tissue organ procurement.
3.137 05 05
CAPES Brain death
OR tissue organ procurement.
Brain death AND cornea.
Hospital care AND cornea.
Cornea OR
Tissue organ procurement.
17 0 0
Gesamt 04 33.612 12 12

Quelle: Eigene Autorenschaft, 2021.

Bei der Untersuchung der Produktionen konnte festgestellt werden, dass die Verteilung der Studien heterogen war. Es gab eine signifikante Unterschiede in der Anzahl der gefundenen Artikel zwischen den Jahren 2014 bis 2020. So wurden 12 Artikel über die Jahre verteilt gefunden:

  • 2014 (01).
  • 2015 (01).
  • 2016 (02).
  • 2017 (00).
  • 2018 (01).
  • 2019 (05).
  • 2020 (02).

4. DISKUSSION

Der frühe Diagnose von ME ist entscheidend für die Qualität der Transplantation. Die Strategie des computergestützten Alarms hat sich als wirksam und unterstützend erwiesen, aber es ist immer noch notwendig, die verfügbare Hornhautgewebemenge zu erhöhen.

Der Krankenhausinterne Ausschuss für Organspende und Transplantation (CIHDOTT) ist für die Durchführung von Transplantationen in den Einrichtungen verantwortlich. Es ist notwendig, einen koordinierenden Mitarbeiter im Team zu haben, um Maßnahmen zu planen, die die Anzahl der Spender erhöhen und den Umgang mit familiärer Ablehnung optimieren sollen. Zur besseren Verständlichkeit der Artikel und ihrer behandlungsähnlichen Aspekte wurden sie in folgende Kategorien eingeteilt: I- Verlust des Spenderpotenzials aufgrund der Pflege und der Notwendigkeit der Systematisierung der Pflege; II- Wissen über Organspende; III- Strategien zur frühzeitigen Diagnose von Hirntod und IV- Bedeutung eines Ausschusses zur Unterstützung der Pflege.

5. VERLUST DES SPENDERPOTENZIALS AUFGRUND DER PFLEGE UND DER NOTWENDIGKEIT DER SYSTEMATISIERUNG DER PFLEGE

Die erste behandelte Kategorie war der Verlust des Spenderpotenzials aufgrund der Pflege und der Notwendigkeit der Anwendung der Systematisierung der Pflege in Bezug auf Patienten mit Hirntod, was die Tätigkeit des multiprofessionellen Teams im Krankenhausumfeld charakterisiert. Dabei wird die entscheidende Rolle der verantwortlichen Krankenschwester hervorgehoben, um die direkte Pflege des potenziellen Hornhautspenders sicherzustellen. Einer der Punkte, der erforderlich ist, ist das Management des hämodynamischen Monitorings mit individueller Pflege, da die Körpertemperatur des Menschen normothermisch sein muss, also fieberfrei, damit die Transplantation erfolgreich durchgeführt werden kann (FREITAS et al., 2018).

Für die Entnahme ist eine systematische Pflege erforderlich. Die Krankenschwester nimmt in die Pflegeanweisungen pflegerische Interventionen auf, die sich an das Pflegeteam richten, das direkt für die Pflege des potenziellen Hornhautspenders verantwortlich ist. Eine der Interventionen besteht darin, die Umgebung wenig Licht und feuchte physiologische Kochsalzlösung zu halten, um das Auge zu befeuchten. Das Handeln der Krankenschwester in Verbindung mit der SAE ist von entscheidender Bedeutung und muss standardisiert in einer Intensivstation durchgeführt werden, damit die Krankenschwester leicht die Organspende vor der Transplantation verhindern kann (COSTA; COSTA; AGUIAR, 2016).

Die Anpassung der klinischen und laboratorischen Bewertung des potenziellen Spenders ist entscheidend, um Organe und Gewebe in transplantationsfähigen Zuständen zu erhalten und so die Möglichkeit einer Infektionsübertragung auf den potenziellen Hornhautspender während der Entnahme zu vermeiden.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Ablehnung der Familie, die die Diagnose des Hirntodes nicht akzeptiert, und der Mangel an qualifizierten Fachleuten ist unzureichend für eine qualitativ hochwertige Pflege. Die fehlende familiäre Genehmigung ist die Hauptursache für Nichtspenden, daher betonen wir die Notwendigkeit von Aufklärungskampagnen für die breite Öffentlichkeit, um den gesamten Prozess der Organspende zu erklären und ihre Zustimmung zu stimulieren (FREITAS et al., 2018).

6. KENNTNISSE ÜBER ORGANSPENDE

Das Wissen über Organspende spielt eine wichtige Rolle, wenn das multiprofessionelle Team und die Familie des potenziellen Spenders in Kontakt treten. Dabei sind Sorgfalt in der Kommunikation und im Aufbau einer Beziehung entscheidend, da die Ablehnung durch die Familie den Prozess erschweren kann. Die Familie befindet sich in einer Trauerphase, was die Bereitschaft zur Organspende beeinflussen kann. Der Fachmann muss vorsichtig sein und präventive Maßnahmen ergreifen, bevor er die trauernde Familie anspricht, die gerade einen geliebten Menschen verloren hat.

Die geringe Kenntnis der Bevölkerung über Organspende, die als eine der Ursachen für die Nichtdurchführung der Organspende angesehen wird, hängt oft mit der Nichtakzeptanz durch die Familien zusammen, insbesondere aufgrund kultureller und religiöser Aspekte. In solchen Fällen muss der Gesundheitsfachmann seine berufliche Ethik anwenden und den Moment der Familie respektieren. Hirntod bedeutet das Versagen mehrerer Organe aufgrund endokriner, metabolischer und hämodynamischer Veränderungen des potenziellen Spenders. Der Fachmann muss der Familie auf eine klare und lehrreiche Weise erklären, dass der Patient keine Aussicht auf Genesung mehr hat und dabei alle Trauerphasen der Familie respektieren, um sie zur Unterzeichnung des Protokolls zur Einleitung des Organspendeprozesses zu überzeugen (ARAÚJO et al., 2016).

Das Wissen muss von beiden Seiten kommen: einerseits von der Gesellschaft und andererseits von den Gesundheitsfachleuten. Beide Seiten müssen umfassendes Wissen über die Organspende besitzen, sowohl wissenschaftlich als auch aus Erfahrung. Ein Gesundheitsfachmann mit wenig wissenschaftlichem Wissen wird nicht genug Argumente haben, um die Familie des Spenders zu überzeugen. Andererseits, wenn die Familie zum ersten Mal oder nur wenig mit der Situation konfrontiert ist, muss der Fachmann positiv vorbereitet, qualifiziert und kompetent sein, um erfolgreich zu sein (FREITAS et al., 2018).

7. STRATEGIE ZUR FRÜHERKENNUNG VON HIRNTOD

Die Strategie zur Früherkennung von Hirntod fällt in die dritte Kategorie. Zu den Techniken zur Früherkennung von Hirntod gehören die Überprüfung der Sedierungszeit für jedes zentrale Nervensystem-depressive Medikament gemäß dem bestehenden Hirntodprotokoll, die Information der Familie über die geplante Eröffnung des Hirntodprotokolls und die Durchführung klinischer Untersuchungen. Da jeder Gesundheitsfachmann eine spezifische oder routinemäßige Pflege für den Patienten leistet, ist es notwendig, dass Intensivstationen über spezifische Standardarbeitsanweisungen für die Eröffnung des Protokolls bei Patienten mit diagnostiziertem Hirntod verfügen und die Systematisierung der Pflege integriert wird, um eine sichere Hornhautspende zu gewährleisten (ARAÚJO et al., 2016).

Die Früherkennungsstrategie zielt darauf ab, sicherzustellen, dass der potenzielle Spender nicht zwischen der ersten Auswahl und dem Tag der Organentnahme verloren geht. Alle Fachkräfte müssen qualifiziert und ordnungsgemäß geschult sein, um den Prozess optimal durchzuführen. Daher kann die Strategie in Form von gedruckten Anweisungen oder Schulungen zur Arbeitsablaufgestaltung erfolgen, um den Patienten als starken Kandidaten für die Organspende zu erhalten (CASTRO et al., 2018).

8. DIE BEDEUTUNG DER KOMMISSION FÜR UNTERSTÜTZUNG IN DER PFLEGE

Schließlich hebt die vierte Kategorie die Bedeutung einer im Krankenhaus eingerichteten Kommission zur Unterstützung der Fachkräfte auf der Intensivstation hervor. Die innerklinische Kommission für die Organspende und Transplantation von Geweben spielt heute eine wichtige Rolle im Prozess der Suche und Identifizierung potenzieller Spender, damit die Transplantation rechtzeitig und ordnungsgemäß erfolgen kann. Studien haben gezeigt, dass Hornhautverletzungen auf Intensivstationen wenig Beachtung finden, obwohl sie durch Hirntod sichtbar werden. In Bezug auf die Pflegediagnose des Risikos für trockene Augen zeigten 122 der 230 in die Studie einbezogenen Patienten eine globale Inzidenz von trockenen Augen, was das Hornhautgewebe beeinträchtigt – dies entspricht 53 % im Studienzeitraum mit einer Inzidenz von 0,184 Fällen pro Tag (5,51 Fälle pro Monat) (ARAÚJO et al., 2016).

Es besteht ein erheblicher Bedarf an einer systematisierten Pflege von potenziellen Hornhautspendern, die die Pflegequalität verbessert, Praktiken zur Erhaltung der Hornhaut sicherstellt und die Anzahl der erfolgreichen Transplantationen erhöht. Dies kann durch die Systematisierung der Pflege und ein computerisiertes Protokoll erreicht werden, das die Arbeit des Pflegepersonals erleichtert (FREITAS et al., 2018).

Angesichts des Schmerzes durch den Verlust eines geliebten Menschen zeigen Studien, dass das medizinische Personal oft nicht in der Lage ist, den Kontext der Organspende verständlich zu erklären, was zu Unsicherheiten und Ängsten der Angehörigen führt, die möglicherweise noch an das Leben des Verstorbenen glauben. Um eine effektive Kommunikation und eine zufriedenstellende Beziehung zwischen dem Fachpersonal und der Familie zu gewährleisten, ist es notwendig, Offenheit zu zeigen und eine menschliche Betreuung während des gesamten Prozesses anzubieten, um das Hauptziel – die Erhöhung der Organspenden – zu erreichen.

In diesem Sinne strebt die Kommission durch die Qualifizierung ihrer Dienste eine kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter an, um sicherzustellen, dass Familiengespräche angemessen geführt werden, Fachkräfte für diese Gespräche geschult werden, Routinen geschaffen werden, um den Familien verstorbener Patienten die Möglichkeit der Organspende anzubieten, und die notwendigen Ressourcen für eine effektive Organ- und Gewebeentnahme im Krankenhaus bereitgestellt werden (FREITAS et al., 2018).

9. SCHLUSSBETRACHTUNGEN

In dieser Studie kann man das Fehlen der Praxis der systematisierten Pflege in der Intensivstation und die daraus resultierende Abnahme der Hornhauttransplantationen aufgrund der dargestellten Daten erkennen. Weitere Faktoren sind in der Forschung ebenfalls sichtbar, wie das Fehlen von Strategien zur Früherkennung von Hirntod, um die Sicherheit des potenziellen Hornhautspenders bis zum Tag der Transplantation zu gewährleisten.

Die in den Forschungsergebnissen gefundenen Daten zeigen die Notwendigkeit der professionellen Interaktion mit dem Prozess des Hirntods in Verbindung mit der Organspende, insbesondere der Hornhaut. Der Verlust potenzieller Spender aufgrund von Wartungsfehlern des Körpers hängt mit dem Fehlen der systematisierten Pflege (SAE) zusammen. Das fehlende Wissen der Familienangehörigen in Bezug auf Trauer verhindert die rechtzeitige Entnahme des Organs. Die Unterstützung durch ein Protokoll zur Pflegediagnose ist in den Krankenhäusern in Form eines Protokolls nicht vorhanden, was die Möglichkeit der Einleitung des institutionellen Prozesses verzögert. Das Fehlen einer Kommission, die den Organspendeprozess der multiprofessionellen Gruppe unterstützt und erklärt, ist notwendig, damit der Prozess von Anfang bis Ende zufriedenstellend abgeschlossen wird.

Die frühzeitige Erkennung von Risikofaktoren für die Durchführung der Pflegediagnose nach der NANDA-Taxonomie, wie das Risiko für trockene Augen, das Risiko einer Hornhautverletzung und das Risiko einer Augenaustrocknung, sowie die Umsetzung präventiver Maßnahmen werden sicherlich die Wahrscheinlichkeit von Augenveränderungen bei kritisch kranken Patienten verringern und die Organspende ermöglichen.

VERWEISE

ARAÚJO, Diego Dias de; ALMEIDA, Natália Gherardi; SILVA, Priscila Marinho Aleixo; RIBEIRO, Nayara Souza; WERLI-ALVARENGA, Andreza; CHIANCA, Tânia Couto Machado. Predição de risco e incidência de olho seco em pacientes críticos. Rev. Latino-Am. Enfermagem. v. 24; e. 2689. 2016. DOI: http://dx.doi.org/10.1590/1518-8345.0897.2689. Disponível em: https://www.scielo.br/pdf/rlae/v24/pt_0104-1169-rlae-24-02689.pdf. Acesso em: 11 jul. 2021.

BARDIN, Laurence. Análise de Conteúdo. Tradução: Luís Augusto Pinheiro. São Paulo: Edições 70, 2016. Disponível em: https://madmunifacs.files.wordpress.com/2016/09/anc3a1lise-do-contec3bado-apresentac3a7c3a3o.pdf. Acesso em: 10 jul. 2021.

CASTRO, Ângela Beatriz de. Conhecimento e atitude dos enfermeiros frente ao processo de doação de órgão. Dissertação (Mestrado). Universidade Federal do Espírito Santo, 2018. Disponível em: https://repositorio.ufes.br/bitstream/10/8320/1/tese_11804_Disserta%C3%A7%C3%A3o%20com%20restri%C3%A7%C3%A3o%20dos%20artigos.pdf. Acesso em: 11 jul. 2021.

CAVALCANTE, Layana de Paula; RAMOS, Islane Costa; ARAÚJO, Michell Ângelo Marques; et. al. Cuidados de enfermagem ao paciente em morte encefálica e potencial doador de órgãos. Acta Paul Enferm. 2014. Disponível em:http://www.scielo.br/pdf/ape/v27n6/1982-0194-ape-027-006-0567.pdf. Acesso em: 10 jul. 2021.

COSTA, Carlane Rodrigues; COSTA, Luana Pereira; AGUIAR, Nicoly. A enfermagem e o paciente em morte encefálica na UTI: Artigos de Pesquisas. Rev. bioét. (Impr.) v.24, n.2,  p. 368-73. 2016;. Disponível em: http://www.scielo.br/pdf/bioet/v24n2/1983-8034-bioet-24-2-0368.pdf. Acesso em: 10 jul. 2021.

FACESA. Assistência de Enfermagem no Transplante de Córnea. Revista de Iniciação Científica e Extensão – REIcEn. Faculdade Sena Aires. 2019. Disponível em: http://twixar.me/sNRT. Acesso em: 10 jul. 2021.

FREITAS, Luana da Silva; FERREIRA, Marcia de Assunção; ALMEIDA FILHO, Antônio José de; et. al. Lesões na córnea em usuários sob os cuidados intensivos: contribuições à sistematização da assistência de enfermagem e segurança do paciente. Texto Contexto Enferm. v.27, n.4. 2018. Disponível em: https://www.scielo.br/pdf/tce/v27n4/0104-0707-tce-27-04-e4960017.pdf. Acesso em: 10 jul. 2021.

GUETTI, Nancy Ramos; MARQUES, Isaac Ramos. Assistência de enfermagem ao potencial doador de órgãos em morte encefálica. Rev. Bras Enferm. V. 61, n. 1, p. 91-7. Brasília: 2008 Disponível em: http://www.scielo.br/pdf/reben/v61n1/14.pdf. Acesso em: 12 jul. 2021.

LIMA, Camila Santos Pires; BATISTA Ana Cláudia de Oliveira; BARBOSA, Sayonara de Fátima Faria. Percepções da equipe de enfermagem no cuidado ao paciente em morte encefálica.Rev. Eletr. Enf. v.15, n.3, p.780-9, 2013. Disponível em: https://www.fen.ufg.br/fen_revista/v15/n3/pdf/v15n3a21.pdf. Acesso em: 12 jul. 2021

NOGUEIRA, Erismar Santos. SILVA, Erci Gaspar da. SANTOS, Walquiria Lene dos. Assistência de enfermagem no transplante de córnea. Revista InicCientExt, v. 2, n.2, p. 89-95, 2019.

[1] Krankenschwester, Master in Krankenpflege, Professorin am Centro Universitário FIBRA, Brasilien.

[2] Krankenschwester, Master in Krankenpflege, Professorin am Centro Universitário FIBRA, Brasilien.

[3] Krankenschwester, Master in Krankenpflege, Professorin an der Staatlichen Universität Pará, Brasilien.

[4] Krankenschwester, Master in Überwachung und Epidemiologie, Professorin am Centro Universitário FIBRA, Brasilien.

[5] Krankenschwester, Master in Krankenpflege, Professorin am Centro Universitário FIBRA, Brasilien.

[6] Biomedizin, Ph.D. in Tropenkrankheiten. Professor und Forscher an der Bundesuniversität Amapá, Brasilien.

[7] Doktor der Psychologie und Klinischen Psychoanalyse. Derzeitiger Doktortitel in Kommunikation und Semiotik an der Päpstlichen Katholischen Universität São Paulo (PUC/SP). Master-Abschluss in Religionswissenschaften von der Universidade Presbiteriana Mackenzie. Master-Abschluss in Klinischer Psychoanalyse. Abschluss in Biowissenschaften. Abschluss in Theologie. Er arbeitet seit über 15 Jahren mit wissenschaftlicher Methodik (Forschungsmethode) in der wissenschaftlichen Produktionsberatung von Master- und Doktoranden. Spezialist für Marktforschung und Forschung mit Schwerpunkt auf dem Gesundheitsbereich. ORCID: 0000-0003-2952-4337.

[8] Biologe, Doktor der Verhaltenstheorie und -forschung. Professor und Forscher am Bundesinstitut von Amapá – IFAP.

[9] Psychologe, Doktor der Tropenkrankheiten, Professor an der Staatlichen Universität Belém (PA), Brasilien.

[10] Master in Anthropischen Studien im Amazonas (PPGEAA/UFPA) und Forscher in der Forschungsgruppe Gesundheit, Gesellschaft und Umwelt (GPSSA/UFPA).

[11] Krankenpflegeakademiker, Centro Universitário FIBRA, Brasilien.

[12] Krankenpflegeakademiker, Centro Universitário FIBRA, Brasilien.

[13] Krankenpflegeakademiker, Centro Universitário FIBRA, Brasilien.

[14] Biologe. Doktor der Medizin / Tropenkrankheiten. Professor und Forscher an der Bundesuniversität Pará, Brasilien.

Eingereicht: März 2022.

Genehmigt: März 2022.

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Carla Dendasck

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